Ein schöner Rasen braucht Pflege

Wer viel Wert auf einen schönen, unkrautfreien Rasen legt muss einige Dinge beachten.

 

Ein gesunder Rasen braucht einen gesunden Boden. Ideal ist ein sandiger, gut durchlässiger Boden mit einem Ph-Wert von 5,5 bis 6. Der Boden sollte feinkrümelig sein und Regenwasser muss schnell genug versickern können.

 

Wenn Sie einen Rasen neu anlegen, müssen Sie für diese Bedingungen sorgen.

Bei zu Lehmigen Boden sollte Sand eingearbeitet werden. Größere Gegenstände wie Steine, Wurzeln usw. werden entfernt. Wenn Regenwasser nicht zügig abfließt sollte eine Drainage eingebaut werden, sonst ist Moos im Rasen vorprogrammiert.

 

Wenn Sie ihren Rasen regelmäßig mit Bodenaktivator behandeln wird er langfristig gesünder robuster werden.

Regelmäßiger Schnitt hällt den Rasen dicht und die Unkräuter werden geschwächt.

Die Häufigkeit des Mähens richtet sich nach Witterung und Anspruch des Besitzers. Im Sommer sollte der Rasen etwas höher stehen gelassen werden, dadurch wird der Boden stärker beschattet und er trocknet nicht so schnell aus.

Wichtig ist das nur mit scharfen Mähermesser gemäht wird sonst verfilzt der Rasen.

 

Bei Neuansaat darf der Rasen frühestens nach 4 Wochen zum ersten mal gemäht werden.

 

Dünger ist ein wichtiger Bestandteil bei der Rasenpflege. Ein Rasen muss mindestens drei mal im Jahr gedüngt werden.

- Einmal wird im Frühjar gedüngt (März/April). Der Rasen erwacht aus der Winterruhe und benötigt reichlich Nährstoffe um mit dem Wachstum zu beginnen.

- Dass nächste mal düngt man im Sommer (Juli/August). Der Rasen hat die meisten Nährstoffe des Frühjars in Blattmasse umgewandelt und der fleißige Gartenfreund hat diese Nährstoffe beim mähen und entsorgen des Mähguts entsorgt. Jetzt muss für Nachschub gesorgt werden.

- Die letzte Düngung findet im Herbst statt (Oktober/November). Um den Rasen auf den Winter vorzubereiten werden ihm Nährstoffe gegeben. Besonders Kalium wird vom Rasen aufgenommen und macht ihn frostresistenter und wiederstandsfähiger gegen Krankheiten.

 

Wichtig ist das der Dünger gleichmäßig ausgebracht wird und das die Dosierung stimmt. Wenn Sie mit einem Düngewagen arbeiten achten Sie darauf Bahnen nicht zu überschneiden aber auch keine Lücken zwischen ihnen zu lassen.

 

 Bessere Ergebnisse erziehlt man wenn man 5 mal im Jahr düngt. Jedoch erhöht sich auch der Aufwand beim mähen. Je mehr Nährstoffe der Rasen bekommt desto stärker wächst er.

Außerdem fördert die Gabe von Bodenaktivator die Gesundheit des Rasens. Bodenaktivator stabilisiert den PH-Wert des Bodens und fördert das Bodenleben.

 

Moos im Rasen

Die meisten Menschen bekämpfen Moos im Rasen mit Eisendüngern oder anderen speziellen Moosvernichtern.

Das Moos verfärbt sich nach relativ kurzer Zeit braun bis schwarz und stirbt ab.

Häufig ist nach einem jahr wieder genau soviel Moos im Rasen, wie vor dieser Behandlung.

 

Um den Rasen dauerhaft von Moos zu befreien, sollte man zuerst die Ursachen für starke Vermoosung im Rasen kennen.

Die häufigste Ursache ist, vor allem bei sehr lehmigen Boden, Staunässe.

Steht bei starkem Regen das Wasser auf der Rasenfläche und versickert nicht schnell genug, fördert das die Moosbildung sehr stark.

 

Gegen Staunässe ist es möglich eine Drainage einzubauen, in der das Wasser von der Rasenfläche abgeleitet wird.

Wer weniger Aufwand betreiben möchte, kann in mehreren Schritten versuchen den Boden wasserdurchlässiger zu machen, indem man ein bis zweimal im Jahr Sand in die Fläche einarbeitet. Hierbei wird Sand auf den Rasen aufgetragen und gleichmäßig verteilt. Durch Einschwemmung, Bodenleben und den Wachstum des Rasens gelangt der Sand unter die Grasnarbe in die Erde. Mit der Zeit kann man die Sickerfähigkeit des Bodens so deutlich verbessern.

 

 

Durch Nährstoffmangel wird Moos ebenfalls gefördert. Hat der Rasen zu wenig Nährstoffe, ist er nicht in der Lage eine dichte Rasennarbe zu bilden und Konkurenzpflanzen zu verdrängen. Moos hingegen kommt mit deutlich weniger Nahrung sehr gut zurecht. Die meisten Moose entnehmen alle notwendigen Nährstoffe aus der Luft beziehungsweise dem Regen.

Rasen hingegen benötigt sehr viel Energie um zu wachsen. Besonders durch den regelmäßigen Rückschnitt  magert der Boden schnell ab. Wird dann nicht regelmäßig und reichlich gedüngt, sind nicht mehr genügend Nährstoffe für einen gesunden Rasen zur Verfügung.

Daher ist die ausreichende und richtige Düngung von immenser Wichtigkeit für einen Moosfreien Rasen. Mehr zum Thema Dünger gibt es hier

Wie Sie Ihren Rasen richtig düngen lesen Sie weiter oben unter Punkt 3.


Unkraut im Rasen

Die wichtigste Maßnahme gegen Unkraut im Rasen ist es den Rasen gesund und dicht zu halten. Entscheidend dafür ist die Nährstoffversorgung. Ein gut genährter Rasen hat ein dichtes Wuzrelwerk und die Grashalme stehen so eng beieinander das Unkraut kaum eine Chance hat zu wachsen.

Regelmäßiger vertikutieren (1-2 mal im Jahr) entfernt Rasenfilz und aktiviert das Wachstum der Graswurzeln.

 

Auch der regelmäßige Schnitt ist wichtig. Die meisten Unkräuter vertragen einen häufigen tiefen Schnitt nicht so gut wie die ausgewählten Gräser und verlieren den Konkurrenzkampf.

 

Natürlich kann man Unkräuter auch direkt bekämpfen. Viele verschiedene Mittel und Dünger-Unkrautvernichter Kombinationen sind im Handel erhältlich.

Wir empfehlen Banvel M von Compo

 


Umdenken

Dichter, kurz geschorener Rasen ohne "Unkraut" und Moos ist immer noch das Bild das die meisten Menschen im Kopf haben wenn sie an einen perfekten Garten denken.

Bei dem Versuch diesem Idealbild nachzukommen wird häufig viel Geld und Arbeit investiert mit oft mäßigem Erfolg. Durch den hohen Einsatz von Düngern und Pestidziden leidet der Boden und die darin enthaltenen Kelinstlebewesen.

Außerdem bietet ein solcher Rasen nur sehr wenigen Tieren einen Lebensraum. Für Menschen die der Natur verbunden sind stellt sich daher die Frage ob man auf einen solchen Rasen nicht einfach ganz oder zumindest Teilweise verzichten sollte.

 

  • Eine Möglichkeit besteht darin nur die oft betretenen und regelmäßig genutzten Flächen zu mähen und den Rasen drumherum wachsen zu lassen oder mit einer Blumenwiese zu bepflanzen.
  • Mann kann aber auch Insen in den Rasen einbauen indem man einige Stellen mit Stauden oder Wildwiese bepflanzt.
  • Bei sehr großen Gärten bei denen Teile des Rasens gar nicht genutzt werden ist es empfehlenswert die nicht genutzten bereiche verwildern zu lassen. Eine Wildwiese benötigt viel weniger Pflege, enthält viele Blühpflanzen und lockt Nützlinge in den Garten.
  • Frühe Zwiebelpflanzen wie Wildkrokusse können in die Rasenfläche gepflanzt werden. Sie verzieren den Garten mit den ersten Blüten im jahr und bieten den ersten Insekten Nahrung. Beim ersten Rasenschnitt werden diese dann einfach weggemäht und sind erst im kommenden Frühjahr wieder zu sehen.