Dem Garten zurück geben was man ihm nimmt

Ein eigener Kompost im Garten ist Gold wert.

Selbsthergestellte Komposterde verbessert den Boden im Gartenbeet, fördert das Bodenleben und nährt die Pflanzen. Kompostierung schließt den natürlichen Kreislauf im Garten.

 

Alle Grünabfälle die im Garten anfallen können genauso kompostiert werden wie pflanzliche Küchenabfälle. Idealerweise werden diese Organischen Materialien etwa 30cm hoch geschichtet bevor man eine dünne Lage Gartenerde aufträgt und wieder von vorne anfängt. Der Kompost sollte immer feucht aber nicht nass sein und er muss gut belüftet werden.

 

Der Kompost wird am besten auf den Erdboden gestellt damit Regenwürmer direkt aus dem Erdreich in den Kompost kommen können. Regenwürmer sind sehr förderlich für eine gute kompostierung, da sie die Schichten umwälzen und Pflanzenmaterial zu Humus umwandeln.

Kaffeesatz und Zwiebelschalen sollen Regenwürmer besonders anziehen.

 

Auf keinen Fall den Kompost zusammendrücken, die Schichten müssen möglichst locker aufeinander liegen.

Komposthaufen, Kompost
Der Komposthaufen

Mit der fertigen Komposterde kann man Pflanzkübel und Blumenkästen füllen oder einfach die Beete im Garten bestreuen. Kompost verbessert die Bodenstruktur, erhöht den Nährstoffgehalt im Boden und fördert langfristig das Bodenleben.

Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken.

 

Obst und Gemüse wächst wesentlich besser wenn es in sehr Nährstoffreicher Erde wächst. Chemische Dünger sollten natürlich vermieden werden da man diese nicht im Essen haben will. Komopost liefert Ihrem Gemüse ausreichend Nährstoffe auf natürliche und gesunde Art. Vor Allem Tomaten gedeihen in purem Kompost sehr gut.

 

Andere Pflanzen wie Blumen und Gehölze sollten nicht in purem Kompost gepflanzt werden. Wir empfehlen eine Mischung aus Kompost Sand und Gartenerde von 1:1:1

 

 

 

 

 

Wer keine Ecke im Garten frei hat
kann seine Bioabfälle auch einfach im Beet verteilen. Je nachdem wie ordentlich der Gartenbesitzer ist kann das Material überall im Garten verteilt werden. Wer den Anblick von herumliegenden Bioabfall nicht erträgt sollte trotzdem nicht darauf verzichten. Unter Hecken, zwischen Bodendeckern und Stauden oder in einer nicht einsehbaren Ecke im Garten. Jedes Gramm Pflanzlicher Abfälle das nicht über die Braune Tonne entsorgt wird trägt einen Teil zum natürlichen Nährstoffkreislauf bei. Die Bodenstruktur ist langfristig deutlich lockerer, es siedelt sich mehr Bodenleben an und alle Pflanzen gedeihen sichtbar besser. Dünger kann so eingespart und teilweise komplett weggelassen werden.

 

 

 

 

Ausschließlich bei Magerwiesen und Steingärten macht das Kompostieren im Beet keinen Sinn.

 

 


Der Indoor-Kompost

Auch wer keinen Garten hat kann sich seinen eigenen kleinen Kompost anlegen.

Die sogenannte Wurmkiste besteht aus Holz. Die Kompostierung erfolgt mit Kompostwürmen die man im Internet bestellen kann.

Bioabfälle die in der Wohnung anfallen können so direkt kompostiert und weiterverwendet werden.

 

Ideal ist es wenn der Wurmkomposter aus mehreren Etagen besteht.

Man beginnt den untersten Teil mit den Würmern, etwas Erde und Grünabfällen zu füllen.

Immer wenn die Grünabfälle nachsacken füllt man wieder auf mit Frischem Material, dabei sollte regelmäßig gegossen werden.

Wenn die unterste Etage dann ganz gefüllt ist beginnt man damit die zweite Etage mit Grünzeug zu befüllen.

Die Würmer wechseln durch das Gitter von alleine in den nächsten Stock sobald sie im unteren nichts mehr zu essen finden.

Wenn in der unteren Ebene keine Würmer mehr zu finden sind ist dieser Teil fertig kompostiert und kann nun als Dünger oder, vermischt mit Sand, als Pflanzerde genutzt werden.

Später kann die geleerte Ebene wieder oben aufgelegt werden.

Unter den Wurmkasten sollte eine Wasserdichte Schale oder ein Untersetzer gelegt werden in dem eventuell austretende Flüssigkeit aufgefangen wird.