Gartenhühner

Die Haltung von Hühnern im Garten ist auch in kleineren Gärten möglich. Sie ermöglicht die eigene Versorgung mit Eiern und eventuell auch Fleisch. Hühnermist ist ein ausgezeichneter biologischer Dünger und viele "Unkräuter" können als Futter dienen. Allerdings ist die Hühnerhaltung auch mit Arbeit verbunden und es wird ein Platz für einen Stall benötigt. Futter muss gekauft werden und hin und wieder kann der Besuch beim Tierarzt nötig sein. Wirtschaftlich macht die Hühnerhaltung im Eigenen Garten meistens keinen Sinn da die Kosten meist höher sind als wenn man die Eier kauft. Aber die Erfahrungen die man macht sind natürlich unbezahlbar.

Der Platz

Hühner benötigen Platz. Das muss vor der Anschaffung beachtet werden. Es muss ein Stall vorhanden sein mit Sitzstangen und Nestern in dem die Hühner, vor Witterung und Raubtieren geschützt, schlafen und in aller Ruhe ihre Eier legen können.

Ein Stall muss so gebaut sein das keine Katzen, Füchse oder Ratten eindringen können. Der Stall sollte Regen und Wind abhalten. Es müssen Sitzstangen vorhanden sein da die meisten Hühner auf diesen schlafen. Und der Stall muss Legenester beinhalten in die die Hennen ungestört ihre Eier legen können.

 

Außerdem brauchen die Hühner einen Auslauf. Entweder gibt man den Hühnern eine großräumige Voliere oder man zäunt den gesament oder einen Teil des Gartens Hühnerfest ein. Dabei ist zu beachten das einige Hühnerrassen recht gut fliegen, andere wiederum können einen 1 meter hohen Zaun nicht überwinden.

Die Arbeit

Tägliches Ausmisten und Füttern. Sowie die regelmäßige Grundreinigung des Stalls sollten selbstverständlich sein. Dafür muss man je nach Stallgröße zwischen 10 und 30 Minuten am Tag einkalkulieren. Zusätzlich muss regelmäßig gegen Vogelmilben behandelt werden. Eine Entwurmung ist hin und wieder nötig. Frisches Wasser muss immer zur Verfügung stehen (auch im Winter bei minus Graden). Manchmal kann es nötig sein zum Tierarzt zu gehen. Mann sollte sich vorher informieren welcher Tierarzt etwas Erfahrung im Umgang mit Hühnern hat. Die meisten Maus/Katze/Hund Tierärzte sind schnell überfordert wenn man plötzlich mit einem Huhn in der Praxis steht.

Wenn die Hühner vom Stall direkt in den Auslauf können muss der Stall morgens geöffnet und abends geschlossen werden damit keine Füchse oder Katzen die Hühner im Schlaf reißen. Dafür gibt es auch elektronische Hühnerklappen.

Das einsammeln der Eier ist der geringste Aufwand.

der Nutzen

Hier unterscheiden sich die Hühnerrassen sehr stark. Es gibt Hühnerrassen die sehr gute Legeleistungen haben. Im Winter fährt die Legeleistung deutlich herunter im Sommer kann man schon mal jeden Tag ein Ei pro Henne bekommen.

 

Unabhängig von der Rasse ist die Kotproduktion. Hühnerkot ist ein ausgezeichneter Pflanzendünger. Im Gegensatz zu den meisten anderen biologischen Düngern hat er auch eine Sofortwirkung. Aber Vorsicht denn durch die Sofortwirkung ist auch ein überdüngen möglich!

Hühnermist kann für alle Pflanzen im Garten verwendet werden. Überschuss kann auf den Kompost gegeben werden. Das lockt Regenwürmer an und macht den Kompost noch Nährstoffreicher.

Ein weiterer Nutzen: Hühner fressen auch Nacktschnecken und ihre Gelege genau so wie Schnakenlarven, die Larven der Dickmaulrüssler und viele weitere Schädlinge. Natürlich fressen Hühner auch Nützliche Insekten. Daher ist es von Vorteil wenn bei einem kleineren Garten nicht immer der Gesamte Garten für die Hühner zur Verfügung steht. Das macht auch Sinn da z.B. ein Rasen schnell überansprucht wird und von den Hühnern komplett zerstört werden kann wenn nicht genügend Freilauf zur Verfügung steht oder Die Hühner eine Lieblingsecke haben in der sie immer scharren.