Dünger im Garten

Bei Düngern unterscheidet man zwischen zwei grundsätzlichen Produkten.

 

Organisch

  • organischer Dünger

Organischer Dünger wird, wie der Name schon sagt, aus organischem Material hergestellt. Ein Beispiel für organischen Dünger ist Hornmehl.

 

Vorteile von organischem Dünger

  1. BioBio. Organischer Dünger fördert das Bodenleben. Kleinstlebewesen die in unseren Bonsaischalen leben ernähren sich von organischen (Abfällen). Dabei machen sie die Nährstoffe die in dem Dünger vorhanden sind für den Bonsai verfügbar. Ein gesunder Boden sollte möglichst viel Bodenleben beinhalten.
  2. Langzeitwirkung. Dadurch das der Dünger nach und nach zersetzt wird entfaltet er seine Nährstoffe über einen langen Zeitraum und ist somit länger für den Bonsai verfügbar.
  3. Umweltfreundlich. Da organischer Dünger meist aus Abfällen aus der Landwirtschaft hergestellt wird ist er ein Recyclingprodukt und damit besonders gut für die Umwelt.
  4. Idiotensicher. Mit organischem Dünger kann man seine Bonsai nicht überdüngen. Da der Dünger erst von dem Bodenleben umgewandelt werden muss ist eine überdüngung nicht möglich.

 

Nachteile

  1. Organischer Dünger ist erst nach einer gewissen Zeit verfügbar und daher weniger gut geeignet um akute Nährstoffmängel zu behandeln.

Mineralisch

  • mineralischer Dünger

Bei mineralischem Dünger liegen die Nährstoffe als Salz vor. Mineralische Dünger werden meist im Bergbau geerntet und weiterverarbeitet.

 

Vorteile von mineralischem Dünger

  1. Wer es schnell braucht. Mineralischer Dünger ist sofort für die Pflanze verfügbar und daher optimal geeignet um Mangelerscheinungen zu bekämpfen.
  2. Auf den Punkt. Da es mineralischen Dünger auch in Flüssigform gibt kann man ihn in Wasser gelöst auf die Blätter sprühen, dies nennt man Blattdüngung. Die Vorteile hierbei: Der Dünger ist noch schneller verfügbar denn er ist direkt dort wo er gebraucht wird. Die Pflanze muss ihn nicht erst zu den Blättern transportieren. Und mann kann die Düngemenge genauer kalkulieren da es keine Ausschwemmungen gibt.

 

Nachteile

  1. Vorsicht! bei mineralischem Dünger ist eine Überdüngung möglich! Das heißt das bei einer Überdosierung die Wurzeln des Bonsai "verbrennen" und der Baum so im schlimmsten Fall sterben kann. Bei einer Blattdüngung ist eine Überdüngung auch möglich aber nicht so verheerend. Die Blätter erleiden Verbrennungen, was den Baum nicht so stark beschädigt wie ein Wurzelschaden.
  2. Bei intensivem Gießen können die Nährstoffe ausgespült werden und sind nicht mehr für den Bonsai verfügbar.
  3. Da mineralische Dünger mit hohem technischen Aufwand gewonnen und veredelt werden sind sie sehr energieaufwendig und damit eine viel größere Belastung für die Umwelt.

allgemein

Der Naturbewusste Gärtner verzichtet daher ganz auf mineralische Dünger.

Eine möglichkeit des Düngens ist auch das Nutzen der eigenen Komposterde.

 

Zeigen Pflanzen Symptome von Nährstoffmangel ist es wichtig dies zu erkennen und dagegen zu steuern. Ein sogenannter Volldünger der Stickstoff, Phosphat und Kalium enthält versorgt die Pflanzen mit den 3 Grundnährstoffen.

 

Mangelsymptome sind unter anderem:

  • verlangsamter Wachstum
  • blasse und/oder weiche schlaffe Blätter 
  • braune Blattränder
  • kümmerliche Blüten oder Früchte
  • braune Blattspitzen

 

Außerdem sind Pflanzen die unter Nährstoffmangel leiden, anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

 

Vorsorglich ist zu empfehlen all seine Pflanzen 3 mal im Jahr mit einem organischen Dünger zu "füttern".

Bodenverbesserer

Bodenverbesserer sind keine direkten Dünger aber oft genau so hilfreich.

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Boden aufzubessern.

  • Sand: bei Lehmigen Böden vor allem im Rasen hilft es den Boden mit Sand zu verbessern. Im Beet können Sie den Sand einfach in die Erde untergraben. Auf dem Rasen schütten Sie den Sand in kleinen Häufchen aus und verteilen ihn mit einer Harke.
  • Bentonit: hilft bei sandigen, nährstoffarmen Böden. Bentonit ist in der Lage Nährstoffe zu speichern und wertet sandige Böden stark auf.
  • Gartenkalk: erhöht den Ph-Wert und verbessert die Krümelstruktur des Bodens.
  • Steinmehl: gibt der Pflanze Spurenelemente und Mineralien, verbessert den Kompost und wertet jeden Boden auf.
  • Bodenaktivator: Gibt es von verschiedenen Herstellern. Bodenaktivator enthält Humusbildende Substanzen und Bodenverbessernde Stoffe. Egal ob Rasen, Beet oder im Topf, ein bis zwei Gaben Bodenaktivator im Jahr verbessern die Lebensbedingungen für Ihre Pflanzen erheblich.